AUSSTRAHLUNGEN

08.12.2017, 22:00 Uhr, ORF III
09.12.2017, 02:00 Uhr, ORF III
 

The Sound of Austria

Die wahre Geschichte des Familienchors Trapp


INHALT

Ein halbes Jahrhundert nach der Premiere eines der erfolgreichsten Filme der Geschichte: "The Sound of Music", zeigt der ORF eine neue Dokumentation über die Trapp-Familie, die im Hollywood-Blockbuster die Hauptrolle spielt. Hinter dem kitschigen Mythos einer singenden Familie, der bisher von 1,4 Milliarden Menschen gesehen wurde, steckte eine dramatische Geschichte.

Der Film beleuchtet den zeitgeschichtlichen Hintergrund einer Familie, deren Wurzeln in der k. u. k. Monarchie liegen, die in den 30er-Jahren die Folgen der Welt-Finanzkrise erleidet und ein Jahrzehnt später in den kulturellen Abwehrkampf Österreichs und seiner "vaterländischen" Regierung gegen Hitler-Deutschland gerät.
Das Leben der nach Salzburg gezogenen Familie birgt packende Wendepunkte und Schicksalsschläge. Es ist untrennbar verbunden mit der Geschichte Österreichs in der Zwischenkriegszeit - eingekeilt zwischen dem faschistischen Diktator Mussolini in Italien und dem nationalsozialistischen Deutschen Reich. Salzburg und die Salzburger Festspiele spielen in diesen bewegten Zeiten eine wichtige Rolle – auch als Bekenntnis zur österreichischen Identität und Gegenmodell zu Hitlers Wagnerkult in Bayreuth.

Die TV-Dokumentation wird die historische Wirklichkeit mit Ausschnitten aus dem 2015 entstandenen Spielfilm von Ben Verbong, den Mitteln des Dokumentarfilms, wie Interviews mit Zeitzeugen (z.B. dem Neffen des Leiters des Trapp-Chors Franz Wasner) und Experten (Historiker Hannes Leidinger, Karin Moser und Robert Kriechbaumer), umfangreichen Archivmaterialien aus der Zeit, sowie Zitaten aus früheren Trapp-Filmen (z.B. Wolfgang Liebeneiners Film "Vom Kloster zum Welterfolg" von 1956 mit Ruth Leuwerik und Hans Holt) ausleuchten: Die Legende der Trapp-Familie, ihr wirklicher historischer Hintergrund und die Bedeutung dieses Hollywood- und Broadway-Klassikers für das Österreich-Bild in der Welt.

An Original-Schauplätzen (beispielsweise dem Martinsschlössel in Klosterneuburg, der "Schuschnigg-Villa in St. Gilgen, der Trapp-Villa in Salzburg) werden "Fenster in die Geschichte" geöffnet. Sie liefern dem Publikum den wenig bekannten gesellschaftlichen und politischen Hintergrund einer Familiengeschichte, die das Bild Österreichs in der Welt geprägt hat wie kaum eine andere.