AUSSTRAHLUNGEN

29.01.2020, 20:15 Uhr, ORF III
30.01.2020, 03:35 Uhr, ORF III
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HEIMAT ÖSTERREICH

Das unbekannte Schladming

INHALT

Wenn der Weltcup in Schladming halt macht, ist die Saison an ihrem jährlichen Höhepunkt angekommen. Das berühmte "Night-Race" fesselt zigtausende Besucher und Fernsehzuschauer. Dabei ist Schladming in kleinen Teilen noch immer das, was es einst war, bevor der Skisport im Winter die Parole übernahm: ein beschaulicher Ort voller landschaftlicher Reize, geprägt von der Idylle einer bergbäuerlichen Lebenskultur. Heimat Österreich zeigt in dieser Neuproduktion das unbekannte Schladming, jene Menschen und Orte, wo das Leben im Einklang mit der Natur und mit dem Jahreskreislauf stattfindet – und wo der Winter die ruhigste Saison im Jahr ist.
Josef Zefferer ist 97 Jahre alt. Trotz seiner 97 Jahre ist er im Geist jung, ein praktischer Mensch geblieben. Jüngst hat er sich einen neuen Wagen gekauft, mit Allradantrieb, denn den braucht man im Gebirge. Und er weiß, wovon er spricht, hat er doch in den Bergen über Schladming ein Bauernhaus gebaut, ganz ohne Straße. Dafür musste er aber zuerst eine Seilbahn bauen, denn wie sollte er Sand und Ziegel hinaufbringen? Sein Leben lang hat er gearbeitet, das aber gerne, auch wenn er sich die Schinderei heute mit all der Technik nicht mehr antun würde.
Maria Schütter ist 85 Jahre alt. Als sie als junge Bäurin und Mutter von fünf Kindern Witwe wurde, ergriff sie die Chance und begann mit der Vermietung von Fremdenzimmern. Das so verdiente Geld und der Fortschritt empfindet sie als Erlösung. Ihr wahres Talent als Mundartdichterin hat sie aber erst im Alter entdeckt. Aber das hat ihr schon der Vater in ihrer Kindheit prophezeit: "Du bist eine Künstlerin."
Rudi Stocker, Jahrgang 1935, hatte als zweitgeborener Bauernsohn keine Aussicht auf einen Bauernhof. Aber er hatte eine Leidenschaft: das Schifahren und viele Ideen. Er ist einer der Visionäre, die Schladming und Rohrmoos mit Witz und Mut zum Risiko zu den Wintersportmagneten gemacht haben, die sie heute sind.
Hannes Royer hat von seinem Vater einen der ersten Computer geschenkt bekommen und dafür die Buchhaltung am elterlichen Hof übernommen. Schnell hat er den Überblick über die Finanzen des Bauernhofs gewonnen und wurde damit zum Finanzexperten. Heute steht seine Wirtschaft auf fünf Standbeinen. Auch wenn er sich noch immer als klassischen Bauer sieht, ist er meilenweit  vom bäuerlichen Klischee entfernt.