EINE KOPRODUKTION VON

      

© 2016


 

GEFÖRDERT VON


      


DATEN

 

Genre: Dokumentarfilmserie

Folge: 9 / 15

Spieldauer: 46’

Bild: HD1080i, 16:9

Ton: STEREO, EBU-R128

Herstellungsjahr: 2016

AUSTRAHLUNGEN

 

12.03.2017, 01:45, ORF III
12.03.2017, 08:30, ORF III
12.03.2017, 23:20, ORF III

11.03.2017, 20:15, ORF III

12.03.2017, 12:00, ORF III

CREDITS

 

Buch und Regie: Birgit Mosser-Schuöcker

Präsentation: Cornelius Obonya

Regie Moderationen: Wolfgang Winkler

Historische Recherche: Barbara Holzheu, Petra Mayrhofer

Sprecherin: Andrea Kloc-Radakovits

Kamera: Harald Seymann, AAC; Ferdinand Steininger, Richard Marx, Andreas Gradl

Ton: Claus Pitsch, Michael Müllner, Laurin Seymann

Schnitt: Rosana Saavedra Santis

Color Correction: Petra Mayer

Graphik/Animation: Guzzo Factory

Musikkomposition: Thomas Kathriner

Original Signation & End Titel Musik: Sound Adventures - Vienna/Zürich /Los Angeles

Tonmischung: Blautöne

Wissenschaftliche Beratung: Oliver Rathkolb

ORF Archiv: Elisabeth Stenitzer, Renate Tuma

Transkriptionen: Jasmin Aigner, Manuela Miller

Produktionsleitung: Doris Liebhart

Produzent: Wolfgang Winkler

Redaktion: Ernst Pohn

Kaufmännische Leitung: Eva Schindlauer

Gesamtleitung: Peter Schöber

 

 

DANK AN


Archiv des Karl von Vogelsang-Instituts, Wien

Archiv des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien

Fraktion christlicher Gewerkschaftlerinnen und Gewerkschafter

PRO-GE

ÖVP Frauen

Jugend am Werk

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes

Fotoarchiv des Österreichischen Gewerkschaftsbundes

 

BAUMEISTERINNEN DER REPUBLIK

 

Grete Rehor

Die erste Ministerin


INHALT

Grete Rehor war die erste Ministerin Österreichs. Als die ÖVP 1966 die absolute Mehrheit errang, wurde sie von Bundeskanzler Josef Klaus zur Sozialministerin berufen. Eine Wienerin "mit Charme, Witz und Schlagfertigkeit" hatte er sich da erwählt, aber auch eine mit beispiellosen Qualifikationen: Rehor war Gewerkschaftssekretärin, erprobte Parlamentarierin, jahrzehntelanges Mitglied des Sozialausschusses und Bundesleiterin der "Frauen im ÖAAB".

 

Die Dokumentation von Birgit Mosser-Schuöcker beleuchtet nicht nur den politischen Aufstieg Grete Rehors, sondern auch die Auswirkungen einer Zeit schwerwiegender politischer Umbrüche auf ihr privates Leben. Die 1910 Geborene erlebte zwei Weltkriege und verlor in beiden Familie und Freunde. Eigentlich träumte sie davon, Lehrerin zu werden, musste aber wegen der schweren wirtschaftlichen Zeiten einen Brotberuf als Textilarbeiterin annehmen und finanzierte sich so den Besuch einer Handelsschule. Bald betätigte sie sich im Zentralverband der christlichen Textilarbeiter Österreichs. Damals hieß sie noch Grete Daurer und war gerade 17 Jahre alt. Mit 19 wurde sie Vollwaise. 1935 heiratete die Wienerin den christlichen Gewerkschafter und späteren Stadtrat Karl Rehor. Als ihr Mann in Stalingrad fiel blieb Grete Rehor allein mit ihrer Tochter zurück. Die Mehrfachbelastung hielt sie aber nicht davon ab, ihren politischen Weg weiter zu gehen.

 

In den kommenden Jahren übte Rehor zahlreiche Funktionen in der Politik aus: Mitglied des Bundesvorstandes des Österreichischen Gewerkschaftsbunds, Abgeordnete zum Nationalrat und Gründerin des Frauenreferats des ÖAAB. Ihre politische Arbeit stand seit jeher unter dem Leitspruch: Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Vor allem setzte sie sich für berufstätige Frauen und Mütter ein. Der Ministerposten war der Höhepunkt in Rehors Karriere und sie wusste ihr Amt für Resultate zu nutzen. Insgesamt wurden mehr als hundert Sozialgesetze während ihrer Amtszeit verabschiedet, dies brachte ihre den durchaus wohlwollenden Spitznamen "schwarze Kommunistin" beim Volk ein. Bis zu ihrem Tod 1987 blieb die Unbeirrbare politisch aktiv.