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Hans Sima - Ein Politiker in turbulenter Zeit
Baumeister:innen der Republik

Hans Sima - Ein Politiker in turbulenter Zeit

Lebenslang hat er sich mit seiner zweisprachigen Kärntner Heimat und ihrer Mentalität stark verbunden gefühlt.

Hans Sima wird kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs im damalig österreichischen Saifnitz im Kanaltal in eine gemischtsprachige Familie hineingeboren. Als das Kanaltal nach dem Krieg ein Teil Italiens wird und eine massive Italienisierungspolitik des slowenisch- und deutschsprachigen Tals beginnt, siedelt die Familie Sima mit dem damals 6-Jährigen nach St. Veit an der Glan in Kärnten. Hans Sima wird durch seine Zugehörigkeit zu sozialdemokratischen Jugendorganisationen sehr früh politisch geprägt. Im Jahr 1935 wird er für sein (illegales) politisches Engagement auch für ein halbes Jahr inhaftiert. In Haft lernt er der späteren Kärntner Landeshauptmann Ferdinand Wedenig kennen, der ihn später fördern wird. Das Kriegsende 1945 erlebt er in der Wehrmacht und engagiert sich danach beim Wiederaufbau der SPÖ Kärnten, lange Zeit davon als Landesparteisekretär. Sima wird Landtagsabgeordneter, Bundesrat, Finanzlandesrat in Kärnten und schließlich auch Landeshauptmann-Stellvertreter. Von den Medien als "Stern des Südens" bezeichnet, gewinnt der SPÖ-Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen 1965 und wird als Nachfolger Ferdinand Wedenigs Kärntner Landeshauptmann. In seiner neunjährigen Amtsperiode als Landeshauptmann treibt er die Modernisierung des südlichen Bundeslandes – Autobahnbau, die Gründung der Universität in Klagenfurt, Ansiedlung von Firmen, Neustrukturierung der Kärntner Gemeindeordnung etc. – voran. Gleichzeitig engagiert er sich für grenzüberschreitende Kooperationen mit den angrenzenden Regionen Friaul-Julisch Venetien und der damals kommunistischen Teilrepublik Slowenien, einem Teil Jugoslawiens.

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