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Mythos Geschichte - Auf den Spuren österreichischer Mythen
Dokumentarfilm – Kurzreihen

Mythos Geschichte - Auf den Spuren österreichischer Mythen

Viele Mythen prägen die österreichische Kulturgeschichte, vom "Herrn Karl" bis zur "Tante Jolesch". "Mythos Geschichte" geht den Legenden unseres Landes in drei Folgen auf die Spur.

Eine Reihe von mythischen Personen, Artefakten und Ereignissen durchzieht die österreichische Geschichtserinnerung, vom "Wiener Kaffeehaus" über Leopold Figls Weihnachtsansprache bis zum "Herrn Karl". Doch ist, wie der Historiker sagt, die Thalia nicht eine Schwester der Memoria? Gibt es Geschichte also immer nur im Doppelpack mit der verzerrenden Erinnerung?

Wie kam der Kaffee wirklich nach Wien? Wer erfand die Panier zum Wiener Schnitzel? Gab es die Tante Jolesch wirklich, und wenn ja, waren ihre Sprüche wirklich so famos wie von Friedrich Torbergs literarischer Figur? Wer war das Urbild des Herrn Karl, der in der Inkarnation von Helmut Qualtinger die junge Zweite Republik aufschreckte? Wie kam es wirklich zu Leopold Figls Weihnachtsansprache, wie wir sie heute kennen? Und stand das Weiße Rössl der gleichnamigen Benatzky-Operette wirklich am Wolfgangsee? Wolfgang Winkler und Gerhard Jelinek wandeln auf den Spuren österreichischer Mythen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Wie sagt man im deutschen Sprachraum doch so schön: Jetzt geht’s um die Wurst!…und die ist von Österreichs Speiseplänen nicht wegzudenken. Mehr als 21.000 Tonnen Würstel werden pro Jahr verspeist. Am beliebtesten sind nach wie vor die Frankfurter. Aber wie sind die Frankfurter zu ihrem Namen gekommen? Wurden die vielleicht gar in Deutschland erfunden? Aber warum heißen sie dann dort "Wiener Würstchen"?

Weit zurück liegt dier Mythos des lieben Augustin. Der in Wien um 1679 bekannte und beliebte Bänkelsänger und Sackpfeifer Augustin soll nach einer durchzechten Nacht im "Roten Dachl" wo er die Wiener mit seinen zotigen Liedern unterhielt, auf dem Weg in seine Behausung vor der Stadt. Stockbetrunken stürzte er und blieb an Ort und Stelle liegen um seinen Rausch auszuschlafen. Siech-Knechte, deren Aufgabe das Einsammeln der Pest-Opfer war, hielten ihn für tot und brachten ihn mit ihrem Sammelkarren vor die Stadtmauern wo sie ihn mit den anderen Pest-Leichen in ein offenes Massengrab warfen. Am nächsten Morgen soll er dort unbeschadet erwacht sein. Soweit der Mythos!

In die Zeit der Monarchie führt die Spurensuche nach der ewigen Versuchung aus flaumigen Teig und Staubzucker! Der Kaiserschmarrn gilt vielen als die beliebteste österreichische Mehlspeise überhaupt. Was aber hat das Gericht mit dem Kaiser zu tun? Wahrscheinlich genausowenig wie Josephine Mutzenbacher, die legendäre Wiener Dirne deren Lebensgeschichte in Buchform erschien. Oder ist ist die erotische Biographie gar nur im Kopf von Felix Salten entstanden?

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