Rosa Jochmann - Die ewige Sozialistin
Die Dokumentation von Karo Wolm erzählt von dem bewegenden Widerstandskampf der sogenannten "ewigen Sozialistin", die sich gegen Ausbeutung, Unterdrückung und den Nazi-Terror stemmte.
Rosa Jochmann besuchte drei Klassen Bürgerschule und fünf Klassen Volksschule in Wien. Von 1915 bis 1916 war sie Arbeiterin in der Wiener Süßwarenfabrik Schmidt & Söhne. 1916 arbeitete sie in der Simmeringer Kabelfabrik "Ariadne", danach in der Kerzenfabrik " Apollo" sowie in der Firma Auer zur Erzeugung von Gasglühstrümpfen in Simmering. Von 1925 bis 1932 war sie Sekretärin der Gewerkschaft des chemischen Verbandes und ab 1932 Zentralsekretärin der Sozialistischen Frauen Österreichs. 1926 besuchte Rosa Jochmann den ersten Lehrgang der Arbeiterhochschule in Wien. 1933 erfolgte die Wahl Rosa Jochmanns in den Bundesvorstand der SdP.1934 setzte Rosa Jochmann ihre politischen Arbeit in der Illegalität unter dem Decknamen Josefine Drechsler fort. Es kam zu politischen Freiheitsstrafen: 1934 mehrmonatige Polizeihaft in Wiener Neustadt, von 1934-1938 über ein Jahr in Haft. August 1939 im Zuge einer Verhaftungsaktion gegen "polizeibekannte" Revolutionäre Sozialisten festgenommen, 1939-1940 Polizeihaft in Wien, anschließend bis 1945 KZ Ravensbrück. Rosa Jochmann wurde 1945 Frauensekretärin der SPÖ und bekleidete dieses Amt bis 1959. Vom 19.12.1945 bis zum 16.05.1967 war Rosa Jochmann Abgeordnete zum Nationalrat der SPÖ, Gründungsmitglied des Bundes sozialistischer Freiheitskämpfer ab 1948, Vorsitzende des Bundes sozialistischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus ab 1949. Von 1959 bis 1967 war sie Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ. Und von 1963 - 1994: Vizepräsidentin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW).